Offen sein für Neues

Offen sein für Neues

Als Simon mich anfragte, ob ich heute einen Text zum Thema offen sein für Neues vortragen kann, war ich erst etwas skeptisch und überfordert.

Was heisst offen sein in einer Zeit, in der alles und alle verschlossen sind?
Als ich darüber nachdachte, fiel mir mein Grandpa ein.


Seit dem Tod meiner Grandma lebt er allein und isoliert in seinem Haus in London. Ihn zu erreichen ist nahezu unmöglich, da es ihm schwer fällt sich mit Multimedia und neuen Kommunikationsmedien auseinander zu setzten. Wie so viele in seinem Alter, ist er an diesem Neumodischen Quatsch wie Facetime nicht sonderlich interessiert und wenn man sich so umhört in unserer Generation, müssen wir auch ehrlich zugeben, dass die wenigsten ihren Grosseltern das Handhaben eines Smartphones auch wirklich zutrauen würden.


Wie toll war es also, als ich letzten Monat mit meinem Grandpa per WhatsApp einen Video Call gemacht habe. Wie er strahlte und sich freute endlich auch mal wieder ein vertrautes Gesicht zu sehen und wie schön und beruhigend es für mich war, zu wissen das es ihm gut geht.


Nun reden wir heute vom offen sein für Neues, wichtiger denn je und doch oft so schwer. Nehmen wir uns doch meinen Grandpa zum Vorbild, der nicht nur seine Abneigung überwunden hat, sondern sich auch eben auf dieses Neue eingelassen hat und damit einen grossen Schritt aus seiner Komfort Zone gewagt hat. Wenn er das kann, dann sollten wir das erst recht können. Vielleicht denken wir an genau das, wenn wir wieder einmal vor einer Hürde stehen, die wir nur widerwillig zu überwinden wagen.

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