Geschichte von Gottes Erinnerung

Geschichte von Gottes Erinnerung

Ich erinnere mich noch gut.
Wie du im Bauch deiner Mutter ganz klein warst. 

Kleiner, als ein Gummibärchen.
Klein, wie ein Samenkorn. 

Und doch war schon alles an dir schon da: 

Was du warst.
Was du jetzt bist.
Und was du einmal sein wirst. 

Ein ganzes Leben.
Bereit, entdeckt und geliebt zu werden, durchlitten und erhofft, betanzt und umarmt. 

Ich erinnere mich, wie du dann größer wurdest. Deinen Weg in ins Leben fandest.
Wie du ihn auch jetzt
immer wieder neu und immer weiter findest. Schritt für Schritt. 

Immer einen Fuß vor den anderen. Tanzend und taumelnd, stolpernd und manchmal mit verknackstem Fuß.

Auch an die Zeit davor erinnere ich mich.
Als du noch bei mir warst.
Ich erinnere mich sogar daran, wie es einmal sein wird, wenn du wieder bei mir bist. Und an alle Zeit dazwischen. 

Ich erinnere, wie du deinen ersten Schritt getan hast.
Wie du hingefallen bist, um dann wieder aufzustehen.
Und weiter zu gehen.
Ich erinnere, wie du das bis heute immer wieder so getan hast:

Gehen. Hinfallen. Aufstehen. 

Und wieder:
Gehen. Hinfallen. Aufstehen. 

Ich erinnere mich, wie du dankbar meine Hand nahmst. Und als auch, wie du es allein schaffen wolltest.
Wie du übtest und lerntest.
Wie du vertrautest – in das Leben, in dich selbst, in mich. 

Ich erinnere mich, dass dir das manchmal besonders schwer fällt.
Hör mir zu: das ist ok. 

Du bist ok. Und in meinen Augen noch so viel mehr, als das. Erinnere dich daran, wenn du einmal nicht mehr weiter weißt.

Denn ich bin bei dir.
Bin es immer schon gewesen, vom ersten Moment an. Und werde es sein, bis zum letzten.
Versprochen ist versprochen. 

„Denn du hast meine Nieren bereitet und hast mich gebildet im Mutterleibe.“ Psalm 139,13 

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